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last update: 08-10-2004
   
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_designing ubiquitous computing

Diese Website behandelt das Themenfeld von ubiquitous computing einerseits und design andererseits.

Dabei untersuche ich die Wirkungsmöglichkeiten des Designs im Zuge der strukturellen Veränderungen, die mit dem Aufkommen ubiquitärer Computersysteme, also des überall zu findenden und integrierten Computers, verbunden sind. Dabei geht es zentral um die Fragestellung, inwieweit allgegenwärtige Computersysteme die Disziplin Design in ihrer Theorie, wie in der Praxis beeinflussen und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sein werden.

Die Site begleitet die Entstehung einer Dissertation, die den Arbeitstitel DESIGNING UBICOMP - ÜBER DIE ROLLE DES DESIGNS IM FELD DER MENSCH-MASCHINE-BEZIEHUNG UNTER DEM VORZEICHEN VON ALLGEGENWÄRTIGEN COMPUTERSYSTEMEN trägt. Sie wird betreut von Ralph Bruder an der » Universität Duisburg-Essen
. Zweiter Betreuer ist Bernhard E. Bürdek von der » Hochschule für Gestaltung Offenbach.

[ Weitere Informationen zu Struktur und Zielsetzung dieser Site unter » Information ]


Ausgangsthese
In Ubiquitous Computing – Pervasive Computing bzw. Ambient Intelligences sind andere derzeit gebräuchliche Termini für denselben Sachverhalt – wird ein fundamentaler Paradigmenwechsel in der Beziehung von Mensch und Maschine – und damit für das Feld der Human Computer Interaction – erkannt: Wenn der Computer unsichtbar und allgegenwärtig geworden ist, wenn er seine Umwelt und Benutzungskontexte wahrnehmen und erkennen kann, wenn mit digitalen Fähigkeiten angereicherte und erweiterte Gegenstände schließlich selbst zu Interfaces werden, so sind diese Aspekte bei der Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen zu berücksichtigen.
Unser Begriff dessen, was ein Computer sei, muss sich ändern.
Dabei stellen insbesondere der Einfluss digitaler Technologien auf unsere Kultur und sozio-kulturelle Phänomene eine wichtige und einzubeziehende Betrachtungsgrösse dar...

Inhalte und Motivation
Im Rahmen der Dissertation untersuche ich die Wirkungsmöglichkeiten des Designs im Zuge der strukturellen Veränderungen, die mit dem Aufkommen allgegenwärtiger und integrierter Computersysteme verbunden sind. Dabei geht es zentral um die Fragestellung, inwieweit und inwiefern ubiquitäre Computersysteme unsere Umwelt direkt beeinflussen und welche Schlüsse für die Disziplin Design in ihrer Theorie, wie in der Praxis daraus zu ziehen sein werden.
Bislang wird Ubiquitous Computing primär aus der technischen Perspektive thematisiert; die Sicht des technisch Machbaren hat dabei allzuoft Priorität vor dem Wünschenswerten oder gar Sinnvollen.
Die Fragestellung, was es (für die Gesellschaft, für den Einzelnen, für den Nutzer, für den Rezipienten, für den Kunden, für den Produzenten...) bedeutet, wenn Computerchips omnipräsent und unsichtbar in die uns umgebenden Gegenstände integriert sind, scheint mir insbesondere auch eine Fragestellung zu sein, in der das Design aktiv werden muss, wenn es nicht jegliche Relevanz verlieren will und zum bloßen Styling degenerieren soll.
Der Problemraum Ubiquitous Computing adressiert potentiell alle wesentlichen Aspekte der Beziehung zwischen Mensch und digital angereicherter Umwelt. Ubiquitous Computing entfaltet seine Wirkung überall, ist alltäglich, und unterscheidet sich damit von bisherigen Computersystemen, denen wir vorrangig in spezifischen Sphären wie dem Arbeitskontext begegnen. Im Aspekt der Durchdringung des Alltags wird die besondere Herauforderung und Bedeutung gesehen. Design – vor allem die Produktgestaltung – kann hierbei die Perspektive ausweiten und bspw. den Blick auf semiotische, kommunikative Aspekte lenken. Für das Design selbst erscheint mir Ubiquitous Computing nicht zuletzt insofern von einiger Relevanz zu sein, als die bis dato vorhandenen Unterschiede zwischen 2d und 3d, zwischen Fläche und Raum, zwischen Visueller Kommunikation und Produktgestaltung sich auflösen und unscharf werden.

[ vgl. » Exposé der Dissertation | PDF | 56 KB ]


JD





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