_designing
ubiquitous computing
|
|
Diese
Website behandelt das Themenfeld von ubiquitous computing
einerseits und design andererseits.
Dabei
untersuche ich die Wirkungsmöglichkeiten des Designs im Zuge
der strukturellen Veränderungen, die mit dem Aufkommen ubiquitärer
Computersysteme, also des überall zu findenden und integrierten
Computers, verbunden sind. Dabei geht es zentral um die Fragestellung,
inwieweit allgegenwärtige Computersysteme die Disziplin Design
in ihrer Theorie, wie in der Praxis beeinflussen und welche Konsequenzen
daraus zu ziehen sein werden.
Die Site begleitet die Entstehung einer Dissertation, die den Arbeitstitel
DESIGNING UBICOMP - ÜBER DIE ROLLE DES DESIGNS IM FELD DER
MENSCH-MASCHINE-BEZIEHUNG UNTER DEM VORZEICHEN VON ALLGEGENWÄRTIGEN
COMPUTERSYSTEMEN trägt. Sie wird betreut von Ralph Bruder an
der »
Universität Duisburg-Essen.
Zweiter Betreuer ist Bernhard E. Bürdek von der »
Hochschule für Gestaltung Offenbach.
[ Weitere Informationen zu Struktur und Zielsetzung
dieser Site unter » Information ]
|
Ausgangsthese
In Ubiquitous Computing Pervasive Computing bzw. Ambient
Intelligences sind andere derzeit gebräuchliche Termini
für denselben Sachverhalt wird ein fundamentaler
Paradigmenwechsel in der Beziehung von Mensch und Maschine
und damit für das Feld der Human Computer Interaction
erkannt: Wenn der Computer unsichtbar und allgegenwärtig
geworden ist, wenn er seine Umwelt und Benutzungskontexte wahrnehmen
und erkennen kann, wenn mit digitalen Fähigkeiten angereicherte
und erweiterte Gegenstände schließlich selbst zu
Interfaces werden, so sind diese Aspekte bei der Gestaltung
von Mensch-Maschine-Systemen zu berücksichtigen.
Unser Begriff dessen, was ein Computer sei, muss sich ändern.
Dabei stellen insbesondere der Einfluss digitaler Technologien
auf unsere Kultur und sozio-kulturelle Phänomene eine wichtige
und einzubeziehende Betrachtungsgrösse dar...
|
Inhalte
und Motivation
Im Rahmen der Dissertation untersuche ich die Wirkungsmöglichkeiten
des Designs im Zuge der strukturellen Veränderungen, die
mit dem Aufkommen allgegenwärtiger und integrierter Computersysteme
verbunden sind. Dabei geht es zentral um die Fragestellung, inwieweit
und inwiefern ubiquitäre Computersysteme unsere Umwelt direkt
beeinflussen und welche Schlüsse für die Disziplin Design
in ihrer Theorie, wie in der Praxis daraus zu ziehen sein werden.
Bislang wird Ubiquitous Computing primär aus der technischen
Perspektive thematisiert; die Sicht des technisch Machbaren hat
dabei allzuoft Priorität vor dem Wünschenswerten oder
gar Sinnvollen.
Die Fragestellung, was es (für die Gesellschaft, für
den Einzelnen, für den Nutzer, für den Rezipienten,
für den Kunden, für den Produzenten...) bedeutet, wenn
Computerchips omnipräsent und unsichtbar in die uns umgebenden
Gegenstände integriert sind, scheint mir insbesondere auch
eine Fragestellung zu sein, in der das Design aktiv werden muss,
wenn es nicht jegliche Relevanz verlieren will und zum bloßen
Styling degenerieren soll.
Der Problemraum Ubiquitous Computing adressiert potentiell alle
wesentlichen Aspekte der Beziehung zwischen Mensch und digital
angereicherter Umwelt. Ubiquitous Computing entfaltet seine Wirkung
überall, ist alltäglich, und unterscheidet sich damit
von bisherigen Computersystemen, denen wir vorrangig in spezifischen
Sphären wie dem Arbeitskontext begegnen. Im Aspekt der Durchdringung
des Alltags wird die besondere Herauforderung und Bedeutung gesehen.
Design vor allem die Produktgestaltung kann hierbei
die Perspektive ausweiten und bspw. den Blick auf semiotische,
kommunikative Aspekte lenken. Für das Design selbst erscheint
mir Ubiquitous Computing nicht zuletzt insofern von einiger Relevanz
zu sein, als die bis dato vorhandenen Unterschiede zwischen 2d
und 3d, zwischen Fläche und Raum, zwischen Visueller Kommunikation
und Produktgestaltung sich auflösen und unscharf werden.
[ vgl. »
Exposé der Dissertation | PDF | 56 KB ]
JD
|
|